Unser Kaffee aus Tolima, Kolumbien

Höhensonne, beeindruckende Naturwunder, paradiesische Inseln – und feinen Kaffeeduft. All das findest Du in Kolumbien.

Als viertgrößter Kaffeeexporteur weltweit verstehen die Kolumbianer einiges von gutem Kaffee. Sie sind Weltmarktführer in der Produktion von Arabica-Bohnen und als solche bei Kaffee-Liebhabern bekannt und beliebt. Doch wo wir eigentlich hinsehen wollen, ist die kolumbianische Region Tolima. Im westlichen Teil Zentralkolumbiens gelegen ist sie die zweitgrößte Kaffeeregion des Landes: rund 12 % aller Kaffeebohnen kommen von hier.

Warum Tolima für uns so interessant ist? Weil wir die Bohnen für den 3ten Batch von noar Cold Brew Coffee aus dieser Region beziehen. Die Kaffeebohnen aus Tolima haben eine besonders hohe Qualität und das hat mehrere Gründe. Zum einen hat Tolima sehr fruchtbare Vulkanböden. Außerdem fließt hier reichlich Wasser von den drei schneebedeckten Vulkankegeln aus bis zu 5.400 Metern Höhe herab. Die Wasserqualität ist also hoch. Dazu kommt, dass die Lage der Region – nahe am Äquator mit optimalen Höhenlagen – ideal für den Kaffeeanbau ist. Entsprechend erfahren sind die regionalen Kaffeebauern, die seit den 1950er-Jahren Kaffee produzieren und bekannt für ihren Specialty-Coffee sind.

Die Fakten

  • Herkunftsland: Kolumbien
  • Region: Planadas, Tolima
  • Erzeuger: 162 Kleinbauern
  • Organisation: Asociación de Productores Ecológicos de Planadas (ASOPEP)
  • Höhenlage: 1.650 – 2.100 Meter über NN
  • Kaffeeart: Arabica-Kaffee
  • Kaffeesorten: Caturra, Castillo, Colombia, Typica
  • Erntezeit: Haupternte Mai – Juli, Nebenernte Oktober – Februar
  • Verarbeitung: voll gewaschen
  • Tassenprofil: dezente Zitronensäure, süßer, weicher Körper mit ausgewogenem Aroma

Kaffee als sozialer Faktor

Fakt ist, dass die Kaffeeindustrie in Kolumbien sehr wirtschaftsstark ist. Kaffee ist für viele kolumbianische Familien sogar existenziell wichtig: Er stellt die Lebensgrundlage für immerhin gut zwei Millionen Kolumbianer dar. Sie alle leben vom Kaffeeanbau. Übrigens wachsen über 40% aller kolumbianischen Kaffeepflanzen auf kleinen, familienbetrieben Plantagen. Für diese Kleinbauern ist es meist notwendig, sich in Kooperativen zu organisieren.

Bio, Fairtrade, höchste Qualität – Kaffeebohnen von ASOPEP

Für den dritten Batch beziehen wir unsere Rohware für noar aus dem Süden der Region Tolima, die hier in Familienbetrieben angebaut wird. Jeder dieser Kleinbauern baut in seinem Familienbetrieb etwa 2,5 Hektar Kaffee an – für die Fußballer unter uns: das sind knapp 2,5 Fußballfelder. Den Bauern ist ihr Land, ihre Heimat, ihre Familie wichtig. Daher haben sie verstärktes Interesse an ökologisch nachhaltigen Kaffeeanbau und schätzen auch die überdurchschnittlich guten Arbeitsbedingungen für die sich auch die ASOPEP einsetzt.

Aus diesem Grund sind sie der Asociación de Productores Ecológicos de Planadas (ASOPEP) beigetreten. ASOPEP legt größten Wert auf Qualität und unterstützt ihre Mitglieder dabei, alle Kriterien für Bio und Fairtrade-zertifizierten Kaffee erfüllen zu können. Die Kooperative setzt dabei besonders auf die (Fort-)Bildung ihrer Mitglieder. Alle Mitglieder besuchen Schulungen im Bereich nachhaltige Landwirtschafts- und Erntemethoden. Einen besonderen Schwerpunkt legt ASOPEP dabei auf die Bereiche Ökologie und Organisation (z. B. durch Qualitätskontrollsysteme).  

Dazu kommt, dass außerdem jeder junge Cupper, der für einen ASOPEP-Betrieb arbeitet, die sogenannte Q-Grader-Ausbildung bekommt. Q-Grader sind in der Lage, Kaffee professionell zu verkosten und zu beschreiben. Auf der ganzen Welt gibt es nur etwa 4.000 zertifizierte Q-Grader. Dieses System des Coffee Quality Institutes (CQI) ist die weltweit renommierteste Kaffee-Sensorik-Ausbildung und steht für höchste Kaffee-Qualität. Und die besitzt die ASOPEP-Kaffeebohne, genau wie sie im Tassenprofil Konsistenz beweist.